Einige tolle zeit für neues Bilder:
Farmer at Harvest

Bild von h.koppdelaney
Harvesting straw for the horses and cows
This picture shows "realism" – the next "symbolism".
A different kind of perception.
HKD
Falls Psychologie und Symbolismus interessieren:
Realismus – Symbolismus – Bewusstseinswandel
Titel
Was ist ein Bewusstseinssprung und wie verändert er die Welt?
Der Bewusstseinssprung vom realistischen Sehen zum symbolischen erfolgt, sobald man sich mit analytischer Psychologie oder Philosophie, Astrologie etc. befasst. Mir erschloss sich das symbolische Sehen durch die Traumdeutung. Was bedeutet der Baum, der mitten im Sommer seine Blätter verliert? Welche Stimmung ruft er bei mir hervor? Traurigkeit? Dann spiegelt der Baum meine persönliche Traurigkeit.
Ich kann den Baum auch aus als kollektives Symbol sehen. Der Baum des Lebens ist weltweit bekannt. Durch die Erweiterung der Sicht in den symbolischen Bereich bekommt das Leben eine zusätzliche Tiefe. Die realistische Betrachtungsweise ist darum keineswegs verschwunden. Auf der materiellen Ebene ist der Baum eine alte Eiche die gefällt werden muss, und die willkommenes Brennholz für den Winter ergibt.
Auf der pragmatischen Ebene gibt es keine Probleme mit diesem Umstand. Landwirte und Waldbesitzer kennen das Sterben der Bäume und auch das wilde Austreiben neuer Sprösslinge. Doch der symbolisch denkende Mensch erkennt bestimmte Zusammenhänge. Der Astrologe fühlt sich in der vorherrschenden Planetenkonstellation bestätigt, für den Alchimisten tritt im Wandel der Stoffe die Phase der Nigredo ein. Und das Nachbarkind erfuhr gestern, dass ihre geliebte Uroma verstorben ist.
Die Beschäftigung mit Traumdeutung verlagert das Interesse. Die Aufmerksamkeit fließt nach Innen und das soll sie ja auch für den Fall, dass in diesem Leben ein Bewusstseinssprung ansteht.
Ich blicke zurück auf den Bewusstseinszustand des ausschließlichen Realismus. Mein Lebensablauf basierte auf einer materialistischen Weltanschauung und ich tat meine Arbeit auf dem Feld, wie dieser Bauer.
Mein Vater züchtete Pferde und fuhr auf eigenem Land Heu und Stroh in die Scheunen seines Bauernhofes. Als junger Mann hatte ich ein Reitpferd und war selbstverständlich an der Heuernte beteiligt. Zu dieser Zeit, wo der Umgang mit dem Vieh auf dem Hof selbstverständlich war, dachte und fühlte auch ich ganz pragmatisch wie ein Bauer und Unternehmer. Handfest handwerklich war ich ausgerichtet und erst im weiteren Verlauf meines Lebens verlagerte sich mein Interesse in den philosophischen und psychologischen Bereich.
Aus meiner heutigen Sicht erkenne ich rückblickend die Wandlungen der Weltsicht und es kommt mir so vor, als wäre ich von den unteren Stockwerken eines Hochhauses in seiner Mitte angelangt und könne nun größere Teile der Stadt überblicken. Ich sehe, wo ich gelebt und was ich gelebt habe und auch jene Zeit der Introversion, in der sich mir die symbolische Sicht auf den Eichenbaum erschloss.
Mein Lebensbaum grünt im Sommer und im Herbst fallen die Blätter ab. Zeiten der Stille wechseln mit Bewegung und Kreativität ab. Ich gehe durch die Felder, denn wieder lebe ich auf einem Bauernhof und sehe Landarbeiter, Treckerfahrer die mit großen Maschinen das Heu zu Rollen pressen.
Im vorigen Jahrhundert wurde noch viel in Ballen gepresst. Das war zu meiner Zeit. Und meine Erfahrungen auf dem Land, dem Duft von Heu, der schweißtreibenden Arbeit, der gewittrigen Schwüle und dem Wiehern der Pferde auf sattgrünen Weiden habe ich schwere und wundervolle Stunden zu verdanken und vor allem die Fähigkeit erworben, aus dem Blickwinkel des Bauern die neue Hühnerrasse zu beurteilen, die glatt 10 Eier mehr im Jahr legt. Meine Nichte liebt die Tauben mit den Puschelfüßen, aber die machen mehr Dreck als Freude.
Doch heute kommt die symbolische Sichtweise mit ins Spiel und da weiße Tauben ein Zeichen des Friedens und des Heiligen Geistes sind, treten alle anderen Nachteile in den Hintergrund und werden gelassen von der Windschutzscheibe oder dem Kofferraum des Autos weggeputzt. Die Welt wird durch den Wandel des Bewusstseins weniger negativ und gelassener erlebt.
HKD
Ich habe dieses Bild weiter bearbeitet, um ihm einen tieferen symbolischen Inhalt zu geben. Ich wollte damit den Unterschied zwischen Realismus und Symbolismus deutlich machen. Auch für Fotografen und Künstler kann eine Vertiefung der Aussage in den symbolischen Bereich erfolgen, sobald man sich bewusst darauf einlässt. Der Schritt zur surrealen Kunst kann hier erfolgen. Der Surrealismus selbst kann ebenfalls weiter vertieft werden. Ich spiele gelegentlich mit dem, was ich Transrealität nenne. Real und surreal transzendieren und lösen sich im Paradoxen auf, wie in der Lyrik beispielsweise bei gewissen Koans (rätselhafter Spruch im Zen Buddhismus) oder bei Aussagen von Zen-Meistern.
Koan Beispiel: Welchen Ton erzeugt das Klatschen mit der linken Hand?
Transreale Bilder sind mit dem Verstand allein nicht zu erfassen, da sie über die Vernunft hinausgehen. Doch ist ein intuitiver Zugang möglich.
Das auf die symbolische Ebene erweiterte Bild heißt: God is a Farmer
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Paradise Bridge

Bild von h.koppdelaney
The Thinker and his Heaven
HKD
Thema Nr. 26
Psychologie: Der Denker. Motivationskraft A5. Logos, Ratio, Intellekt, Erwartung, Frustration
Leben ohne Frustration
Kennst du diesen Kreislauf?
Erwartung – Hoffnung – Scheitern – Frustration. Und dann beginnt er von vorne. Die Logik erkennt, dass es ohne Erwartung keine Frustration geben würde. Ohne Freude und Hoffnung kein Scheitern.
Verzicht auf Erwartung erzeugt einen trockenen Geist, der seinen Gefühlen gegenüber sehr diszipliniert ist. Diese innere Disziplin wird von der Motivationskraft A5 hervorgerufen und ein von ihr sehr stark motivierter Mensch wird keine Gefühle mehr spüren, nicht einmal den Verlust der Gefühlswelt.
Seiner eigenen Logik gemäß, ist der Verzicht auf Erwartung sinnvoll, denn er beseitigt die Frustration. Doch mit den negativen Gefühlen verschwinden leider auch die positiven.
Alle Gefühle entspringen dem Herzen, die sympathischen und die unsympathischen. Proportional mit dem Verschließen des Herzens wächst kühle Distanziertheit und der Verstand ist schließlich die Brille, durch die alle Belange des Lebens beurteilt und verurteilt werden. Der Verstand wird brillant, sobald die Motivationskraft A5 das Interesse eines Menschen maßgeblich beeinflusst.
A5 motiviert zu intellektuellen Interessen, spekuliert und entwirft Konzepte. Die Wissenschaft als solche wird vorrangig durch A5 motiviert. Motivationskräfte sind nicht nur individuell erkennbar, auch der Zeitgeist wird durch sie maßgeblich beeinflusst.
Unsere heutige Zeit ist stark geprägt von den Auswirkungen der globalen Vereinfachung der Kommunikation. Schlagartig wird für eine große Zahl von Menschen auf der ganzen Welt die Vernetzung möglich. Wissen potenziert sich. Die Bedeutung der neuen Medien stellt andere Dinge in den Schatten. Herrschte während des Zweiten Weltkrieges die imperialistische Energie vor, die ich der Motivationskraft A1 zuschreibe. So wird unsere heutige Zeit von Zusammenarbeit und Kommunikation bestimmt. A3 ist die grundlegende Motivationskraft.
Doch zurück zur Frustration und ihrer Abschaffung durch den Triumph der Vernunft. Es ist zwar ein Sieg, doch die Vernunft ist es, die schließlich begreift, dass das Leben trocken geworden ist, wie Knäckebrot.
Dieses ist unbestritten sehr schmackhaft und auch lange haltbar, doch eine Scheibe vom Saftkorn befriedigt mich auf andere Weise.
Der hochgradig ausgebildete Intellekt erkennt, dass es andere Lebensmodelle und Seinszustände gibt, erkennt, dass er nur einen Teil des gesamten Spektrums des menschlichen Daseins lebt, und da er nach Vollkommenheit strebt, sucht er nach Erweiterung und Ganzwerdung.
Bei diesem Bemühen wird ein A5er Mensch schließlich mit all dem Ungelebten, weil Ungeliebten konfrontiert und muss sich mit der entgegen gesetzten Energie auseinander setzen: Der sinnlichen Lust. Und wie wir wissen, gehört diese wieder in den zuvor genannten Kreislauf: Erwartung (einer lustvollen Erfahrung) – die Hoffnung, die Dinge mögen sich so fügen, dass die Befriedigung der Lust zu einem angenehmen Ereignis wird. Doch wieder einmal scheitern Hoffnungen und die unbefriedigenden Resultate nähren den Frust.
Doch schon bald erwachen neue Lust und neue Hoffnung… Wir sprachen bereits von Kreislauf…
Dieser Kreislauf, ist er noch unbewusst, muss durchbrochen werden. Nichts kann ewig in Verharrung bleiben, Wandel und Bewegung gehören zum Leben und daher spricht auch die Vernunft nicht das letzte Wort. Vollkommenheit kann nur im Ganzen liegen. Es geht nicht darum, die Ganzheit morgen zu vollbringen, aber es geht darum sie anzustreben oder sich entwickeln zu lassen.
Hat die Entwicklung der Vernunft den ihr gemäßen Höhepunkt erreicht, darf sie sich wie die Sonne langsam in den Schoß der Erde zurück begeben und ihr „Erleuchtung“ bringen. Die Vereinigung von Sonne und Mond oder von Himmel und Erde sind Bilder, die eine mystische, (keine wissenschaftliche) Aussage machen: Vereinige die Gegensätze in dir.
HKD
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